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SIMAT lädt ein

zum 19. gfo-

Regionalmeeting

Fachhochschule veröffentlicht Standortvergleich für Stralsund

- Chancen und Risiken der Hansestadt im Vergleich mit Wismar, Greifswald und Lübeck -

 

Stralsund, 03.01.2011

 

Benchmarking-Studien für Städte sind seit Jahren in Mode. Ähnliche Standorte werden an Hand zahlreicher Kennzahlen verglichen. Diese gezielte Gegenüberstellung hilft, Stärken und Schwächen zu benennen und damit Entscheidungen der Stadtentwicklung faktenbasiert zu treffen. Die Professoren Dirk Engel und Norbert Zdrowomylsaw der Fachhochschule Stralsund haben diese Untersuchung für die Hansestadt Stralsund vorgenommen und nun die Ergebnisse ihrer Arbeit veröffentlicht.

 

„Stralsunds Standortprofil zeichnet sich durch eine starke Präsenz in der maritimen Wirtschaft, dem öffentlichen Sektor und dem Tourismus aus“, fasst Professor Zdrowomyslaw zusammen. Dem stünden allerdings deutliche Schwächen in Bezug auf den Besatz mit Beschäftigten in wissensintensiven Branchen gegenüber. „Die jüngsten Veränderungen sprechen dafür, dass sich diese Schwäche verstärkt und Stralsund im Schatten der ‚Wissens- und Gründungshochburg’ Greifswald steht,“ ergänzt Professor Engel.

 

Umfangreiches Datenmaterial wurde ausgewertet und in wichtigen Kennzahlen zusammengefasst. So wurde die Zahl der Unternehmensgründungen als Impulsgeber für die wirtschaftliche Entwicklung in verschiedenen Branchen untersucht. Von allen Städten weist Lübeck die mit Abstand höchste Gründungsintensität auf. Stralsund liegt nur knapp vor Greifswald mit 30,5 Gründungen pro Jahr je 10.000 Erwerbsfähige. Ursächlich hierfür scheint die vergleichsweise hohe Gründungsaktivität in der Baubranche. Wiederum hat Stralsund in den technologie- intensiven Branchen das Nachsehen. In Greifswald werden 4,7 Gründungen pro Jahr je 10.000 Erwerbsfähige gezählt und damit 1,6 mehr als in Stralsund.

 

Die Professoren zeigen exemplarisch Chancen auf, die sich aus der Verknüpfung von Stärken und Schwächen ergeben. Wertschöpfungspotenziale im Tourismus und in der maritimen Wirtschaft sollten genutzt werden. Die gezielte Gewinnung von älteren Einwohnern stellt ein großes Potenzial für die Stadt mit ihrer hohen Wohnortattraktivität dar. Zusätzlich ist die Erhöhung der Wissensintensivierung der Wirtschaft eine Chance für die Entwicklung der Stadt. Mit der Nutzung von Know-how der Fachhochschule, z. B. im Bereich der regenerativen Energien, könnten wissensintensive Arbeitsplätze entstehen.

 

Die „Benchmarking-Studie Stralsund 2010“ ist in der Reihe der SIMAT Arbeitspapiere erschienen. In dieser Reihe werden von Professor Dr. Michael Klotz aktuelle Forschungsergebnisse des SIMAT (Stralsund Information Management Team) herausgegeben. Das an der Fachhochschule Stralsund angesiedelte SIMAT bündelt akademische Lehre und Forschung, Weiterbildungsangebote und Projekte im Themenbereich des betrieblichen Informationsmanagements.

 

Die SIMAT Arbeitspapiere stehen kostenlos zum Download bereit.