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Plasmatechnologie für den Mittelstand
BMBF fördert industrieanwendbare Plasmamodellierung im D-Grid Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat dem Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP Greifswald), Mitte Juni die Bewilligung für die
kleinen und mittleren Betrieben (KMU) den Zugang zu komplexen plasmatechnischen Berechnungen
auf Basis der D-Grid-Computerinfrastruktur zu ermöglichen. Mittelfristig werden die PT-Grid
Leistungen allen Interessenten aus der Forschung und Industrie offen stehen.
Vier führende Institute und Firmen der Plasmatechnik (CFX Berlin Software GmbH, Fraunhofer- Institut für Schicht- und Oberflächentechnik, Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. und der Lehrstuhl für Theoretische Elektrotechnik der Ruhr-Universität Bochum) bereiten ihre im Industrieauftrag erstellten Plasmamodelle zur Anwendung in der D-Grid-Infrastruktur vor. Als Pilotanwendungen sind Modelle aus den Bereichen Schweißtechnik, Plasmaabscheidung, Großflächen-Glasbeschichtung und Halbleiterherstellung vorgesehen. Industriellen Pilotanwendern
wird damit erstmals ermöglicht, plasmatechnische Modellrechnungen aus der wissenschaftlich-
technischen Forschung direkt vom Arbeitsplatz aus zu steuern und eigene Parameterstudien
durchzuführen. Die industriellen Anwender werden durch PT-Grid weitgehend von
eigenen Investitionen in Schulung, Lizenzen und Hardware entlastet.
Das PT-Grid mit 9 geförderten Partnern aus Forschung und Industrie hat ein Gesamtvolumen von 1,87 Mio. Euro, wird mit 1,47 Mio. Euro gefördert und läuft vom 1.5.2009 bis 30.4.2012. In das Verbundprojekt sind insgesamt 19 Institutionen eingebunden, 10 davon aus der Industrie. Anfang Juni 2009 hatten bereits 5 weitere Unternehmen ihr Interesse an den Projektergebnissen bekundet.
Geförderte Projektpartner sind CFX Berlin Software GmbH, Engineering System International GmbH (ESI), SIMAT an der Fachhochschule Stralsund, Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik, GNS Systems GmbH, Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V., Plasmetrex GmbH, Lehrstuhl für theoretische Elektrotechnik an der Ruhr-Universität Bochum und das Institut für Roboterforschung an der Technischen Universität Dortmund. Als assoziierte Partner konnten die folgenden Institutionen und Firmen gewonnen werden: Rechenzentrum der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Euroglas GmbH, EWM Hightec Welding GmbH, Kjellberg Finsterwalde Plasma und Maschinen GmbH, Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin (ZIB), Leybold Optics GmbH, Linde AG, Max-Planck-Institut für Plasmaphysik Teilinstitut Greifswald, Technische Universität Dresden, VON ARDENNE Anlagentechnik GmbH.
Nach Ende des Förderungszeitraumes soll sich das PT-Grid aus eigenen Einnahmen finanzieren. SIMAT unterstützt die Projektleitung während einer Laufzeit vom 01. Mai 2009 bis 30. April 2012 bei diesem Vorhaben durch "Konkretisierung des Geschäftsmodells". Auf der Basis der Anforderungsanalyse und ergänzender Marktforschung wird durch SIMAT ein tragfähiges Geschäftsmodell für das PT-Grid erstellt. Ziel ist es, nach Projektabschluss die im Projektverlauf entwickelten Dienstleistungen mindestens auf kostendeckender Basis sowohl für den industriellen als auch den wissenschaftlichen Bereich anzubieten.
| Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung |
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